Philosophie

Vielfalt

Von 400 000 bekannten Pflanzenarten sind rund 30 000 genießbar. Die Menschheit deckt im Schnitt 95% ihres Kalorienbedarfs mit 30 Arten. 1 https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/unsere-hochleistungssorten-welche-vielfalt-nutzen-wir-10104 Ich möchte auch den weniger bekannten Teil der Fülle der Vielfalt in der Natur genießbar machen. Neben bei uns bekannten Gemüsen gibt’s bei mir etliche Kulturen von den gemüseliebenden Italienern, Franzosen, aus Asien und vielen anderen Ländern, sowie alte Kulturpflanzen, die in den Schatten gerückt waren.

Lebendigkeit
Wir sind Teil der Natur und sind gut beraten, wenn wir mit ihr arbeiten, nicht dagegen. Die Fülle von Leben soll auch in meinem Garten erhalten bleiben. Damit verschiedenste kleine und große Organismen nicht arbeitslos sind, wird anstatt mit Kunstdünger mit organischen Materialien gedüngt. Das ermöglicht Bodentieren und Mikroorganismen eine Existenz, welche wiederum das ganze System gesund halten. Ist Pflanzenschutz dennoch notwendig, so greifen wir auf biologische Mittel zurück.

Bewusstsein
Unsere Existenz hinterlässt Spuren auf diesem Planeten. Welche liegt in unserer Hand. Ja, auch meine Tunnels sind mit Folie aus Erdöl überspannt und mein Einachsschlepper tankt Diesel. Meine Radhacke und unsere flinken Hände benötigen allerdings nur Essen, Trinken, Luft und Liebe – und verglichen mit einer Produktion im beheizten Glashaus oder Transporten unreifer Obst und Gemüse aus fernen Ländern können wir Emissionen hier sehr gering halten. Auch die Auslieferung von Kisterln in einem vollgeladenen Auto ist effizienter, als viele Leute, die einkaufen fahren. Ich finde es faszinierend, welche Fülle an essbaren Pflanzen existiert und hier im Mürztal wächst. Insbesondere beim Wintergemüse gibt es (Danke Eliot Coleman, danke Wolfgang Palme) so vieles zu entdecken, dass es mir nicht in den Sinn käme, im Winter eine geschmacklose Tomate zu kaufen. Lasst euch auf die Geschmäcker des Lebens ein, experimentiert, genießt und traut euch was!